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Meditation und Macht

Wer in seiner spirituellen Entwicklung sehr körperorientiert ist, z.B. aus der Körperarbeit kommt, sich intensiv mit körperlichen Heilungstechniken beschäftigt oder Körperdisziplinen wie Kung Fu oder Yoga trainiert hat, ist gewohnt, vom Körper ausgehend die Energie durch das Machtzentrum nach oben zu ziehen.

Praktisch heißt dies, man entwickelt sich durch Selbstbestimmung und Selbstkontrolle. Man hat gelernt, die Energien, die sich aus dem Bauch her aufbauen, willentlich zu benutzen, einzusetzen für die Meditation und damit auch viele Dinge machen zu können.

Für die Meditation ist es absolut wichtig diese Macht, die Fähigkeit zum Handeln, wieder loszulassen. In der Meditation kann man nichts machen, man kann nur geschehen lassen. Oft sehe ich bei jemandem in den Augen, dass er sehr viel Energie hat und diese Energie in den Willen oder auch in den Verstand geht. Dann werden die Augen groß und strahlend, geben sehr viel nach draußen ab. Das ist sehr beeindruckend, aber nie meditativ. Im Kontrolliertsein haben Fließen und Transformation keinen Platz, die feineren Schwingungen von Liebe und Stille können sich nicht formen. Erst durch Loslassen und Öffnen wird dies möglich.