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Die Türen: Sex, Atmen, Vorstellungskraft

Für die Entwicklung sind die bewegenden Schwingungen ganz wichtig. Die stärksten liegen in der Sexenergie. Da das Sexzentrum im Körper unterhalb der Mitte liegt, können diese Körperenergien benutzt werden, um Blockaden im Bauchbereich (Instinktbereich) in Bewegung zu bringen. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass man dafür mit einem Partner Sex haben muss, aber auch das kann eine Meditation sein. Besonders in den tantrischen Meditationssystemen wurde dies in den unteren Bewusstseinsstufen praktiziert. Eigentlich aber geht es um die transformierende Verfeinerung dieser dynamischen Energie, die vom Körper hinwegführt. Bleibt man auf der körperlichen Stufe hängen, hat man die Meditation verfehlt. Trotz großen Potentials ist der Weg durch die Sexenergie zu oft missbraucht und korrumpiert worden, so dass er fast unbegehbar geworden ist.

Atmen erhöht die Wachheit, den Verbrennungsprozess der Transformation und die Regeneration. Das Atmen ist von großer Wichtigkeit. Es ist der Transformationsträger vom Grob- zum Feinstofflichen. Deswegen ist in jeder Meditation das Atmen sehr wichtig. Vipassana, die Mutter aller Meditationen, beschäftigt sich nur mit dem Beobachten von Atmen. Auch die Vorstellungskraft ist eine große Möglichkeit. Allerdings muss man wissen, dass Beobachten und Vorstellen nicht gut zusammengehen.

Zwar kann man beobachten, wie man sich etwas vorstellt, jedoch fehlt der Vorstellung dann oft die nötige Totalität, um etwas zu bewirken. Es liegt daran, dass beide mentale Fähigkeiten sind. Es ist sehr wichtig, sich klar zu werden, wann man beobachtet und wann man seine Fantasie einsetzt. Vorstellungen können Erinnerungen wachrufen und so Verbindungen bringen mit lange vergessenen Erfahrungen und Bereichen. Von einer Vorstellung kann man direkt in ein reales Erlebnis gleiten. In diesem Moment werden Vorstellung, Realität und Beobachter eins.