Commune
Prem Jyoti
geb. im Zeichen des Stiers
Wie viele Sannyasins habe auch ich ein sehr facettenreiches Leben geführt:
Bis zu meinem 32. Lebensjahr schien es - zumindest nach außen hin - mehr oder weniger ganz "normal" zu sein.
Dann kündigte ich - zum Entsetzen aller - nach 13 Jahren meinen Job.
Zwei Jahre zuvor hatte ich die ersten Erfahrungen mit Osho Meditationen und dann auch meine erste "Begegnung" mit Osho, auch wenn er bereits seinen Körper verlassen hatte.
Eine intensive Zeit des Umbruchs begann, die bis heute und - so wie es mir langsam dämmert - wohl bis zu meinem Lebensende anhält.
Ich suchte immer wieder im Äußeren nach Halt, nach Orientierung, nach "Dem Richtig" und"Dem Falsch" und nach Dem Sinn.
Die Menschen, die mir nahe waren, kamen oft mit der Geschwindigkeit meines Lebenswandels nicht mit. Ich probierte aus. Dabei kam mir zugute, dass ich ein äußerst anpassungsfähiger Mensch bin und eine hohe Bereitschaft habe, mich auf Vieles einfach erst einmal einzulassen.
1998 nahm ich Sannyas. Ich bekam von Poona den Namen Prem Jyoti (das Licht der Liebe). Und obwohl ich ja schon etliche Jahre dabei war, schien die Intensität und die Geschwindigkeit durch das "Es-offiziell-machen" noch einmal gewaltig zuzunehmen.
Im Jahr 2000 löste ich meinen Haushalt auf. In den nächsten Jahren verbrachte ich längere Zeiten in Poona und ein paar Wochen im brasilianischen Dschungel.
Tolle Zeiten, nicht nur, aber auch, und Zeiten, in denen ich sehr zu mir gekommen bin.
Im Frühjahr 2003 kam ich hierher, ins Manjusha. An sich nur, um eine Session bei Mahamudra zu nehmen ........
Das Manjusha ist für mich, ähnlich wie ich es seinerzeit in Poona erlebte, eine große Spielwiese, auf der immer wieder zum richtigen Zeitpunkt Situationen oder Personen auftauchen, durch die ich etwas lernen und verstehen kann (bzw. manchmal: könnte, wenn ich wollte :). Und zwar in einer geballteren Form, als es das Leben an sich ja sowieso bietet.
Was ich hier so mache? Ich bin im Putzteam und mische bei der PR mit (Mitgestaltung der Website, Gestaltung der Flyer u.m.) und ein wenig bei den Finanzen. Darüber hinaus bringe ich mich dort ein, wo es gerade gebraucht wird. Mal sind es Arbeiten im Büro, mal handwerkliche Tätigkeiten.
Und überhaupt, kann ich mich hier in den verschiedensten Richtungen austoben und ausprobieren. Der Platz bietet mir unglaublich viele Möglichkeiten dazu. Und wenn ich mal nicht weiß wie es geht, findet sich fast immer einer in der Commune, der mir helfen kann oder der mir Mut macht, weiter zu gehen.
Was ich besonders gerne tue:

Ich lache für mein Leben gerne! Ich liebe es, ausgelassen zu sein und die Welt um mich herum aus einem kindlichen Blickwinkel zu erforschen. Es macht mir riesige Freude, mich im Tanz der Musik hinzugeben.
Ich meditiere leidenschaftlich gerne. Je nach meiner Stimmung bevorzuge ich mal die stillen Meditationen und mal eher die aktiven. Ich schreibe viel.
Mit 45 Jahren hab ich angefangen, reiten zu lernen. Ein Kindheitstraum ging in Erfüllung. Ich bin noch dabei. Und jedes Mal, wenn ich zu den Pferden gehe, geht mein Herz auf.
Und überhaupt liebe ich die Tiere. Die Meisten zumindest.
Die Natur fasziniert mich mehr und mehr. Und es ist, als ob ich immer mehr in Kontakt mit ihr trete, immer mehr mit ihr zusammenkomme.
Mein Lebensmotto: Sei total bei Allem, was du tust und habe Spaß dabei.
